⚡Mercedes-Benz EQG?⚡

⚡Mercedes-Benz EQG?⚡

Die G-Klasse stand in ihren Grundzügen aus dem Jahre 1979 für maximale Geländegängigkeit, wenig Komfort und kam daher mit ihren 53 kW / 72 PS dank Untersetzungen und Sperren in jedem Terrain locker zurecht. Im Laufe der Zeit hat sich an ihrem Einsatzgebiet jedoch einiges geändert. Das beweist der typische G63 AMG, der mit seinen 430 kW / 585 PS die Innenstädte, Instagram Streams und Facebook-Posts dieser Erde unsicher macht. Heute steht so eine G-Klasse daher für massig Wohlfühlambiente im Interieur, dicke Sidepipes und Leistung im Übermaß an Orten, an denen man sie eigentlich nicht benötigt. Gelände-Gigant oder Promenaden-Protz? Dank Leiterrahmen und großvolumigen Motoren kann er aber immer noch beides. Die Frage die sich hier stellt: Brauchen Innenstadtbereiche tatsächlich den mächtigen Auftritt eines Geländewagens mit dem cw-Wert einer Schrankwand, befeuert von einem 4,0-Liter-BiTurbo-Achtzylinder oder gibt es umweltverträglichere Alternativen? Daimler-Chef Källenius hat für jenes Problem eine Lösung parat und verrät: In einigen Jahren kommt die Mercedes G-Klasse auch als Elektroauto.

Eigentlich sollte die G-Klasse aufgrund ihres Alters zum Auslaufmodell avancieren. Die stetig wachsende Nachfrage aber scheint dem Konzept recht zu geben. Dem Trend begegnete man also mit erneuten, technischen Optimierungen und kleinen Design-Anpassungen. Ähnlich wie der Porsche 911 wurde die Silhouette über die Jahre hinweg nur behutsam verändert und sein Grundcharakter gepflegt. Källenius kommentiert: „Die Leute lieben dieses Auto, wir hatten im letzten Jahr Rekordverkäufe des neuen G, nachdem die Produktion des komplett aktualisierten Fahrzeugs hochgefahren war.“ In naher Zukunft aber sieht er großes Veränderungspotenzial: „Der G wird elektrisch, wir haben mit der Arbeit an dem Konzept begonnen, in einigen Jahren wird man auch mit dem G elektrisch fahren können.“

Sein Grundaufbau ist ideal dafür geeignet. Mit seiner Leiterrahmenkonstruktion beispielsweise bietet die G-Klasse eine perfekte Grundlage für die Integration von Batterie und Elektromotor. Man stelle sich also vor, die G-Klasse bekäme den Antrieb des EQC: Stolze 300 kW / 408 PS und 390 km Reichweite klingen doch schon nach dem typischen G500, oder? So ein EQG wäre dank niedrigerem Schwerpunkt querdynamischer auf Serpentinen, dank Elektromotor kraftvoller an jeder Steigung, mittels Torque Vectoring hätte er Traktion auf jedem Untergrund, könnte bisherige G-Klasse-Wattiefen locker übertreffen, besäße keine anfälligen Sperren oder Differenziale und wäre dank Emissionsfreiheit sogar in Innenstädten gern gesehen. Elektromotoren stünden dem Mercedes-Veteran ziemlich gut zu Gesicht, oder?