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MV TANKT STROM

Leistungshungrige Autoliebhaber kennen es: Hat man sich einmal an die im ersten Moment schuheausziehenden 200 PS gewöhnt, müssen es so schnell wie möglich 250 PS sein. Diese aber leiden nach wenigen Wochen ebenfalls unter einem natürlichen, emotionalen Verfall. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und nichts unerträglicher als der leise Verdacht, das Gefühl beim engagierten Tritt aufs rechte Pedal könne für immer so unspektakulär bleiben. Aus diesem Grunde sorgen seit Jahrzehnten Tuningschmieden dafür, dass unsere Gewohnheit frischer Gänsehaut weicht. Abgasanlagen, Sportluftfilter, scharfe Nockenwellen, größere Turbolader, Leistungsoptimierungen per Softwareupdate – so jedenfalls war es in der „alten“ Welt. Wie aber stellen sich Tuningunternehmen auf meinen Leistungshunger in Bezug auf das E-Auto ein? BRABUS hat sich da so seine Gedanken gemacht…

Der Mercedes-Benz EQC ist von Haus aus zwar ein Leisetreter, mit seinen 408 PS jedoch keinesfalls ein langsamer Zeitgenosse. Der Bottroper Tuner BRABUS sieht das aber etwas anders. Zwar konzentriert sich BRABUS in erster Linie auf die optischen Befindlichkeiten des eSUV, ein paar Kniffe in Bezug auf die Leistung kennt der Tuner aber auch.

Neben einem AMG-verdächtigen Aerodynamik-Paket, das den so braven EQC etwas grimmiger dreinblicken lässt, hält der Tuner auch 20 bzw. 21 Zoll große Monoblock-Leichtmetallfelgenbereit. Davon aber wird das eSUV noch nicht schneller. Dafür sorgt die als „PowerXtra Electric“ bezeichnete Leistungssteigerung. Einmal installiert, liefert der EQC seinen Passagieren in der Fahrstufe „S“ satte 422 PS und 830 Nm. Zur Erinnerung: Das entspricht einem Leistungszuwachs von immerhin 14 PS und 70 Nm… in einem E-Auto! Statt in 5,1 Sekunden soll es für den Standardsprint auf 100 km/h nur 4,9 Sekunden benötigen. Am TopSpeed von 180 km/h aber tut sich nichts.

Was das für eine Auswirkung auf Verbrauch und zu erwartende Reichweite haben wird? BRABUS nennt keine konkreten Daten – wie bei jedem Tuning aber kann man auch hier getrost mit einem höheren Verbrauch rechnen, wenn man die maximale Leistung entsprechend oft abruft. Noch befindet sich die Software zwar in internen Erprobungsfahrten, sicher aber können Leistungshungrige aufatmen – die Tuner sind schon dran, unserer Gier nach frischer Gänsehaut gerecht zu werden.

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